Bienenkorb v. Georg Rendl

  • Bienen, Handwerk, Rendl
  • Bienen, Bienenzucht, Flechten, Honig, Imker, Korb, Rendl

Inv.Nr. 64-181

Anfang 20. Jh.
Ca. 50 cm hoch
Roggenstroh, Torf, Propolis
Eigentum: Gemeinde St. Georgen /Nachlass Georg Rendl
Dauerleihgabe, Sammlung Museum Sigl-Haus, Inv.Nr. 64-181

Der Bienenkorb ist ein traditionelles Flechtwerk und stellt eine Behausung für Bienen dar. Diese können ihre (Honig-)Waben da hinein bauen.
Der Bienenkorb wird seit Jahrhunderten aus plattgedrücktem, gewundenem Roggenstroh, das zu dicken Wülsten gebündelt wird, in Handarbeit hergestellt. Die äußere Form ist rundlich – bis halbkugelförmig, oben ist der Bienenkorb geschlossen, die Standfläche unten bleibt offen.

In der Mitte des Korbs oder etwas unterhalb ist das sogenannte Anflugbrettchen (Flugloch zum Ein- und Ausfliegen) von der Flechtarbeit ausgespart. Das ist ein breiter „Schlitz“, ausgestattet mit einer eingeschobenen, hölzernen Steighilfe, dem Anflugbrettchen (hier nicht mehr vorhanden).
Innen wird der Korb gestützt durch 2 oder mehr zugespitzte Holzstäbchen (Speidl). Sie werden diagonal und über Kreuz in das Flechtwerk gesteckt. Die Zwischenräume nutzen die Bienen zum Einbau von Waben für die Honiggewinnung.
Der Bienenkorb ist trag- und verstellbar.
Der hier abgebildete, sehr alte Bienenkorb stammt aus dem Nachlass des Dichters, Malers und Imkers Georg Rendl /St. Georgen a.d. Salzach. Georg Rendl lernte das Imkern bei seinem Vater Josef Rendl.

Text©: Hiltrud Oman