Sonderausstellung 2010 „Norman G. Dyhrenfurth“

Norman G. Dyhrenfurth

Wozu ein Himmel, sonst?

Fotografien des Himalaya-Pioniers

Ausstellungseröffnung am Sonntag, 16. Mai 2010 um 11.00 Uhr

Norman Günter Dyhrenfurth

Himalaya-Expeditionsleiter, Fotograf, Filmregisseur, Produzent

wurde am 7. Mai 1918 auf Schloss Carlowitz bei Bresslau geboren, 1923 übersiedelte die Familie nach Salzburg und lebte bis 1925 am Fuße des Plainberges. Von hier ging es nach Zürich. Normans Vater, Prof. Dr. Günter Oskar Dyhrenfuth, Geologe und Paläontologe, und Mutter Hettie organisierten 1930 und 1934 internationale Himalaya-Expeditionen, wobei Hettie den Westgipfel des Sia Kangri (7.315 m) erreicht, ein Frauen-Weltrekort (bis 1955). Sie wird 1935 zu Vortragsreisen in der USA eingeladen. 1937 folgt ihr Norman mit Schwester Hiltraut und wird Skilehrer, Bergführer und Filmschaffender.

Nach Kriegsende wird Norman Dyhrenfurth Professor und Leiter der „Film-Abteilung“ an der University of California, Los Angeles.

Zu seinem Bekanntenkreis gehören Hollywood-Größen wie Orson Welles, Fred Zinnemann, Alfred Hitchcock, Clint Eastwood, Sean Connery u.a.

Als Fotograf und Kameramann nimmt N.  Dyhrenfurth 2952 an der 2. Schweizer Mount Everst Expedition teil. 1955 ist er Expeditionsleiter zum Lhotse (8.516m), 1960 Produzent eines Expeditionsfilms von Dhaulagiri (8.167m), die Gipfelaufnahmen dreht der Salzburger Kurt Diemberger.

1963 organisiert und leitet Norman Dyhrenfurth die American Mount Everest Expedition, wobei die erste Überschreitung des Berges (8.848m) – Westgrat und Südostgrat – gelingt.

Dieser Erfolg wird mit der seltenen verliehenen Hubbard-Medaille der National Geographic Society ausgezeichnet, die Präsident John F. Kennedy der ganzen Mannschaft überreicht.

Der schweiz-amerikanische Doppelbürger Professor Norman Günter Dyhrenfurth lebt mit seiner Lebensgefährtin Maria Sernetz in der Stadt Salzburg. Die Fotografie-Ausstellung im Museum Sigl.Haus erzählt vom Leben und Schaffen dieser Ausnahmepersönlichkeit.