Kulturförderungsverein

1981 wurde zum Zweck der Wiedererichtung des Sigl.Hauses der „Kulturförderungsverein St. Georgen“ gegründet. Neben Finanzierungsberatungen und Planungen initiierte der KFV unter seinem ersten Obmann Adolf Hofmann und seiner Frau Cordula, damals wohnhaft im Rendl-Haus, Dichter-Lesungen, Film- und Liederabende, Maltage und Ausstellungen. Vierteljährlich erschien ein Informationsblatt des KFV, die „OFENBANK“, welche Hannes Miller mit wechselnden MitarbeiterInnen gestaltete.

Am 26. Oktober 1983 wurde das Museum von Dechant Heinrich Roither unter Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Herbert Moritz, Bezirkshauptmann Dr. Fritz Goldenstein und Bürgermeinster Franz Gangl sen. feierlich eröffnet. In der darauffolgenden „1. Kulturwoche“ hielt der Archäolog Dr. Fritz Moosleitner einen Vortrag über „Ausgrabungen im Gemeindegebiet von St. Georgen“. Damals fand auch der „1. Bauernmarkt“ der Bauernschaft St. Georgen im und vor dme Sigl.Haus statt, den 19 Bauern beschickte! Er lief bis 2001 und war das Pioniermodell des späteren, im ganzen Salzburger Land praktizierten „Bauernherbst“, wo heimische Hofspezialitäten neben Kunsthandwerk und Wollprodukten von eigenen Schafen angeboten wurden.

1986 folgte Gregor Pieringer als Obmann nach, mit dem Ziel, jeden Monat eine Veranstaltung abzuhalten. Seminare, z.B. mit Kräuterpfarrer Weidinger, der dreimal Gast im Sigl.Haus war, mit der Schamanin Ephigenia Barrientos, Wasser- und Bachglütenseminare, Kräuterexkurisonen zogen viele Besucher an. Neben dem Kindertheater gab es das Weihnachtssingen, Kurse zum Hinterglas-Malen oder Metzgertaschen-Nähen, zum Heimatabend „Drent und herent“ wurde geladen (im übrigen zuletzt 2008 im Rendl-Haus, organisiert vom Salzburger Bildungswerk), ebenso zu „Salzburger Stierwascher“, „Muchenstrunz und Bamschabl“ oder „Dullamans Vrouidenton“.

Ab 1987 gab es feste Öffnungszeiten für das Heimatmuseum.

In den Jahren 1998 bis 2001 führte Hermann Seidl den Bildungs- und Brauchtumsauftrag des Museumsvereins weiter. Ein Hauptaugenmerk wurde auf das „Alte Handwerk in der Gemeinde“ (Weber, Rechenmacher, Zauner, Schuster, Wollspinnerei) gerichtet, Hobbykünstler aus St. Georgen und Umgebung hatten Gelegenheit, ihre Arbeiten vorzustellen. Zur Publikumsattraktion wurde die Sonderausstellung „Höllerer See“, in der alles Lebendige aus diesem erlebenswerten Gewässer origniell und aufwändig zur Schau gestellt wurde. Neben Traktor-Oldimter Treffen waren frühere, heute vom Aussterben bedrohte Haustierrassen das Thema in Ausstellungen.

Der bis heute gediehende Kräutergarten wurde damals aktiviert, auch kleine, bauliche Veränderungen (Außentreppe u.a.) wurden umgesetzt.

Ab 2002 sorgte Kustodin und Kuratorin Dr. Hiltrud Oman aus Bürmoos, eine gebürtige Kärntnerin, für jährliche Sonderausstellungen mit Rahmenprogramm.

In den Jahren 2010 bis 2015 führt Obmann Hannes Miller gemeinsam mit seinem Stellvertreter Peter Philipp die Geschäfte. In dieser Zeit wurde das Gebäude in den Besitz der Gemeinde St. Georgen übergeben. Es folgte eine Generalsanierung des unteren neuen Zubaus.

Seit Anfang 2016 leitet Josef Absmanner den Kulturverein St. Georgen.